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Taschenuhr-Werkgrößen: Tabelle, Messung und Bestimmung

Die Größenangabe einer Taschenuhr bezieht sich auf das Werk, nicht auf die Außenmaße des Gehäuses. Diese Tabelle mit Messanleitung erklärt amerikanische Größenangaben, Schweizer Linien und die nötigen Belege zur Bestimmung von Elgin- und Waltham-Werken.

2. Oktober 2026 · 9 Min. Lesezeit

KI-Entwurf auf Grundlage realer Suchanfragen. Noch nicht redaktionell geprüft – wichtige Angaben bitte mit den Quellen abgleichen.

Large Silver Swiss Centre Seconds Chronograph – 1894
Large Silver Swiss Centre Seconds Chronograph – 1894 — WatchMuseum.org (© WatchMuseum.org, used with permission)

Das Wichtigste

  • Amerikanische Größenangaben für Taschenuhren bezeichnen nominelle Werkdurchmesser, nicht die Gehäusemaße.
  • Ein Werk der Größe 16 hat einen Durchmesser von etwa 43,2 mm, ein Werk der Größe 18 etwa 44,9 mm.
  • Elgin und Waltham verwendeten das amerikanische Größensystem. Die Größe allein bestimmt jedoch weder Modell noch Qualitätsstufe oder Herstellungsdatum.
  • Schweizer Linien gehören zu einem anderen Maßsystem: 18 Linien entsprechen nicht der amerikanischen Größe 18.
  • Lassen Sie die Uhr nach Möglichkeit unzerlegt. Das Öffnen, der Werkausbau sowie das Ölen und Regulieren gehören in die Hände eines qualifizierten Uhrmachers.

Was zeigt eine Größentabelle für Taschenuhrwerke?

Eine Größentabelle für Taschenuhrwerke übersetzt eine handelsübliche Größenbezeichnung in den ungefähren Durchmesser des Mechanismus im Gehäuse. Sie beschreibt weder die Gesamtbreite noch die Höhe oder das Gewicht der Uhr. Die folgende Tabelle enthält hilfreiche Bezugswerte des amerikanischen Systems, darunter Größen, die bei der Bestimmung von Elgin- und Waltham-Werken vorkommen. Es handelt sich um nominelle Umrechnungen, bei den Millimeterwerten auf eine Nachkommastelle gerundet. Sie sind weder Fertigungsmaße noch ein Beleg dafür, dass ein bestimmtes Werk in ein bestimmtes Gehäuse passt. Die grundlegenden Begriffe erläutert der Eintrag Uhrengröße. [7, 9]

Amerikanische GrößeUngefährer Durchmesser in mmNomineller Durchmesser in Zoll
Größe 029.61.167
Größe 231.31.233
Größe 433.01.300
Größe 634.71.367
Größe 836.41.433
Größe 1038.11.500
Größe 1239.81.567
Größe 1441.51.633
Größe 1643.21.700
Größe 1844.91.767
Größe 2046.61.833
Größe 2248.31.900
Amerikanische Taschenuhr-Werkgrößen und ihre nominellen Durchmesser. Dies sind Bezugswerte, keine Gehäusemaße. [7, 9]

In dieser amerikanischen Skala entspricht ein Größenschritt 1/30 Zoll, also etwa 0,847 mm. Deshalb lassen sich benachbarte Größen mit einem Lineal oder anhand eines Fotos oft nur schwer unterscheiden. Null ist ein Bezugspunkt und kein Durchmesser von null. Die amerikanische Uhrengröße ist daher als handelsübliche Skala zu verstehen, nicht als Millimeterangabe. Liegt ein gemessener Durchmesser nahe an einem Tabellenwert, deutet das auf eine bestimmte Größe hin. Eine Bestätigung anhand von Herstellerunterlagen ist jedoch aussagekräftiger. [7, 9]

Wie misst man ein Taschenuhrwerk sicher?

Entscheidend ist der Durchmesser der Grund- beziehungsweise Pfeilerplatine des Werks am dafür vorgesehenen Messbezug – nicht der Außendurchmesser des Gehäuses und nicht die Breite einer sichtbaren Brücke. Je nach Konstruktion kann die benötigte Kante bei eingeschaltem Werk verdeckt sein. Beginnen Sie mit Fotos, Beschriftungen und vorhandenen Unterlagen. Muss die Uhr für eine direkte Messung geöffnet oder das Werk ausgebaut werden, lassen Sie dies von einem qualifizierten Uhrmacher durchführen. Eine Größenbestimmung rechtfertigt es nicht, ein empfindliches Zifferblatt, die Unruh oder ein Gehäusescharnier zu gefährden. [5, 6]

  1. Erfassen Sie zunächst die vorhandenen Hinweise. Notieren Sie Herstellername, Werkseriennummer, Kennzeichnungen der Qualitätsstufe und bereits dokumentierte Maße.
  2. Klären Sie den Messbezug. Bitten Sie den Uhrmacher, den Grundplatinendurchmesser zu bestimmen und ihn von Gehäusesitz, Bund, Haltering oder oberer Platine zu unterscheiden.
  3. Messen Sie durch den Mittelpunkt. Ein echter Durchmesser verläuft zwischen gegenüberliegenden Kanten; eine außermittige Messung erfasst eine kürzere Sehne und ergibt einen zu kleinen Wert.
  4. Verwenden Sie Millimeter als Arbeitsmaß. Ein Uhrmacher kann kontrolliert messen, ohne Messwerkzeuge auf Zifferblatt, Räder, Unruh oder hervorstehende Bauteile aufzulegen.
  5. Vergleichen Sie den Messwert mit der Tabelle und gleichen Sie ihn anschließend mit den Modell- oder Qualitätsstufenangaben des Herstellers ab. Halten Sie sowohl den tatsächlichen Messwert als auch die vermutete Größe fest.

Ein Foto erlaubt nur dann eine Schätzung, wenn die maßgebliche Platinenkante und ein verlässlicher Maßstab in derselben Ebene sichtbar sind. Perspektive, Objektivverzeichnung und ein über dem Werk gehaltenes Lineal können den scheinbaren Durchmesser verändern. Ein Foto einer geschlossenen Uhr ist keine Werkmessung. Ist nur die Gehäusebreite bekannt, kennzeichnen Sie diese ausdrücklich als Gehäusedurchmesser und lassen Sie die Werkgröße unbestätigt, statt einen geschätzten Zuschlag abzuziehen.

Was wird gemessen: Gehäuse, Zifferblatt oder Werk?

Der Begriff „Größe“ wird in Beschreibungen oft ungenau verwendet. Klären Sie deshalb immer, was tatsächlich gemessen wurde. Das Gehäuse umschließt den Mechanismus; seine Wandstärke hängt von der Konstruktion ab. Das Zifferblatt bedeckt die Vorderseite des Werks, muss aber nicht genau denselben Durchmesser haben. Auch die sichtbare rückseitige Platine kann einen irreführenden Eindruck vom vollständigen Werkdurchmesser vermitteln. Die Checkliste zur Bestimmung einer Taschenuhr behandelt Werk, Gehäuse und Zifferblatt aus genau diesem Grund als getrennte Quellen von Hinweisen.

MessgrößeWas sie beschreibtNutzen für die Bestimmung der Werkgröße
GrundplatinendurchmesserDie tragende kreisförmige Platine des WerksMit dem passenden Größensystem und den Herstellerangaben vergleichen.
GehäuseaußendurchmesserDen äußeren Körper der UhrHilfreich zur Beschreibung der Gesamtmaße, aber nicht direkt in eine Werkgröße umrechenbar.
ZifferblattdurchmesserDie Fläche der ZeitanzeigeFür die Zifferblattbestimmung relevant, aber kein Ersatz für den Werkdurchmesser.
Breite der sichtbaren Brücke oder rückseitigen PlatineNur die von hinten sichtbare StrukturEntspricht möglicherweise nicht dem vollständigen Werkdurchmesser.
WerkhöheDie Bauhöhe des MechanismusWichtig für die Passung, aber nicht in der amerikanischen Größenangabe enthalten.
Maße, die nicht gleichgesetzt werden dürfen.

Die Gehäuseform ändert nichts an der Größenskala: Eine Lépine-Uhr mit offenem Zifferblatt und eine Savonnette mit Sprungdeckel können Werke derselben nominellen Größe enthalten. Ein übereinstimmender Durchmesser bedeutet dennoch nicht, dass Werke oder Gehäuse austauschbar sind. Aufzugs- und Zeigerstellmechanismus, die Lage der Aufzugswelle, Werkhöhe und Befestigungsdetails bleiben entscheidend. Die Unterschiede zwischen Savonnette-, Halbsavonnette- und Lépine-Taschenuhren verdeutlichen, warum die Gehäuseausführung gesondert erfasst werden muss.

Entsprechen amerikanische Taschenuhrgrößen den Schweizer Linien?

Nein. Amerikanische Größenangaben und Schweizer Linien beruhen auf unterschiedlichen Maßsystemen. In Schweizer Uhrenbeschreibungen entspricht die für Werkmaße gebräuchliche Linie ungefähr 2,256 mm. Sie wird häufig mit einem Dreifachstrich angegeben, etwa 18‴. Ein Werk mit 18 Linien hat somit einen Durchmesser von etwa 40,6 mm; die amerikanische Größe 18 entspricht dagegen etwa 44,9 mm. Eine Verwechslung führt zu einem erheblichen Bestimmungsfehler. Der übergreifende Glossareintrag Größensystem erklärt, weshalb eine Zahl nie ohne das zugehörige Maßsystem interpretiert werden sollte. [7, 9]

Um eine Angabe in Schweizer Linien in Millimeter umzurechnen, multiplizieren Sie die Linienzahl mit ungefähr 2,256. So entsprechen 19 Linien etwa 42,9 mm und 20 Linien etwa 45,1 mm. Diese Umrechnungen beschreiben den Durchmesser; sie ordnen kein Modell und keine Qualitätsstufe eines amerikanischen Herstellers zu. Bei einem noch nicht bestimmten Schweizer Werk ist der gemessene Durchmesser in Millimetern in der Regel eindeutiger als die nächstliegende amerikanische Größenbezeichnung.

Wie bestimmt man die Werkgröße einer Elgin-Taschenuhr?

Die Werkgrößen von Elgin-Taschenuhren folgen dem amerikanischen System. Die Tabelle ist daher ein geeigneter Ausgangspunkt. Elgin fertigte Werke in mehreren Größen; der Name auf dem Zifferblatt verrät nicht, welche davon vorliegt. Ein Werk mit etwa 43,2 mm Durchmesser passt zur Größe 16. Im nächsten Schritt müssen jedoch Werkseriennummer und Erkennungsmerkmale mit veröffentlichten Angaben zu den Elgin-Qualitätsstufen abgeglichen werden. Verwenden Sie die Werknummer, statt davon auszugehen, dass eine Nummer im Gehäuse den Mechanismus identifiziert. [1]

Unterscheiden Sie zwischen Größe, Qualitätsstufe („Grade“) und Produktbezeichnung. Der Name Elgin B. W. Raymond umfasst zahlreiche Qualitätsstufen aus einem langen Fertigungszeitraum; er steht nicht für eine einzige Maßvorgabe. Erfassen Sie sämtliche Hinweise, statt die Bestimmung auf einen vertrauten Namen zu verkürzen. Widersprechen sich die dokumentierte Größe einer Qualitätsstufe und Ihr Messwert, überprüfen Sie Messbezug, Abschrift und Zuordnung, bevor Sie den Werksunterlagen einen Fehler unterstellen. Eine Abweichung ist ein hilfreiches Warnsignal und sollte nicht verschwiegen werden.

Wie bestimmt man die Werkgröße einer Waltham-Taschenuhr?

Auch Waltham-Taschenuhren folgen dem amerikanischen Größensystem. Sinnvoll ist die Unterscheidung zwischen Größe, Konstruktionsmodell, Qualitätsstufe und individueller Werkseriennummer. Das Waltham Model 1883 ist beispielsweise eine Werkfamilie der Größe 18. Die Modellbezeichnung ist nicht das Herstellungsdatum jedes einzelnen Exemplars. Bestimmen Sie das Modell anhand dokumentierter Merkmale und Unterlagen. Ziehen Sie anschließend die passende Seriennummernliteratur heran, um den Herstellungszeitpunkt des konkreten Werks zu untersuchen. [1]

Bei Waltham-Namen ist dieselbe Sorgfalt geboten wie bei Elgin. Die Bezeichnung Waltham Vanguard kommt bei aufeinanderfolgenden Modellen vor. Das Wort „Vanguard“ allein ist deshalb keine vollständige Größen- oder Modellbestimmung. Vergleichen Sie Seriennummernbelege, Platinenanordnung, Aufzugs- und Zeigerstellmechanismus sowie dokumentierte Maße. Widersprechen sich Beschriftung und Konstruktion, benennen Sie diesen Konflikt offen, statt einer Zifferblattsignatur oder einem vertrauten Namen einer Qualitätsstufe mehr Gewicht zu geben als den Befunden am Werk.

Warum stimmt der gemessene Werkdurchmesser nicht genau mit der Tabelle überein?

Eine kleine Abweichung bedeutet nicht automatisch, dass die Tabelle oder die Uhr fehlerhaft ist. Die Tabelle enthält gerundete Nennwerte, während eine reale Messung vom gemessenen Bauteil, dem Messgerät und der Werkkonstruktion abhängt. Größere Abweichungen deuten häufig darauf hin, dass umgebendes Gehäusematerial mitgemessen oder ein Teil der Platine nicht erfasst wurde. Prüfen Sie zunächst die Messmethode. Runden Sie einen zweifelhaften Messwert nicht auf eine passende Größe, um diese angenommene Größe anschließend als Bestimmungsbeleg zu verwenden.

  • Falsches Bauteil: Gemessen wurden Gehäuse, Zifferblatt, Haltering oder eine obere Platine statt des vorgesehenen Grundplatinendurchmessers.
  • Falsche Geometrie: Die Messung verläuft entlang einer außermittigen Sehne statt durch den Mittelpunkt.
  • Falsches Maßsystem: Schweizer Linien wurden als amerikanische Größenangaben interpretiert.
  • Gerundete Angaben: Eine ungefähre Verkäuferangabe oder ein Foto ist nicht präzise genug, um nahe beieinanderliegende Größen zu unterscheiden.
  • Falsche Zuordnung: Eine Zifferblattsignatur oder Gehäuseinschrift wurde als eindeutiger Beleg für das Werk behandelt.

Verrät die Werkgröße Alter oder Qualität einer Taschenuhr?

Die Werkgröße allein erlaubt keine Datierung einer Taschenuhr. Dieselbe Größe konnte über mehrere Modelle und Qualitätsstufen hinweg in Fertigung bleiben, während ähnlich große Werke von ganz unterschiedlichen Herstellern stammen konnten. Aussagekräftig wird die Größe zusammen mit Werkaufbau, Hemmung, Aufzugssystem, Beschriftungen und Seriennummernbelegen. Die Methode zur Bestimmung eines unbekannten Uhrwerks hilft, die Zuordnung vor einer Seriennummernsuche einzugrenzen. Der Durchmesser ist ein Auswahlkriterium, kein Ersatz für die Identifizierung.

Ebenso wenig bedeutet ein großes Werk automatisch höhere Qualität. Auch die Größenangabe 16 oder 18 belegt für sich genommen keine Eignung als Eisenbahneruhr. Solche Aussagen erfordern gesonderte Nachweise. Verwenden Sie zur Datierung die Werkunterlagen des richtigen Herstellers und berücksichtigen Sie deren Grenzen. Der Beitrag Taschenuhren anhand der Seriennummer datieren erläutert den Unterschied zwischen der Identifizierung eines Werks und der Zuordnung zu einem Fertigungszeitraum. Gehäusenummer, Modellname und Werkseriennummer erfüllen unterschiedliche Aufgaben und dürfen nicht zu einem vermeintlichen Datum vermischt werden.

Garantiert eine übereinstimmende Werkgröße, dass Ersatzteile passen?

  • Bei Gehäusen müssen Sitzmaße, Tiefe, Befestigungen sowie die Ausführung für Aufzug und Zeigerstellung zusammenpassen – nicht nur die nominelle Größe.
  • Zifferblätter benötigen den richtigen Durchmesser, passende Zifferblattfußpositionen und ausreichende Freiräume für das jeweilige Werk.
  • Zeiger brauchen passende Aufnahmen und Freiräume; ihre Kompatibilität lässt sich nicht allein aus dem Werkdurchmesser ableiten.
  • Innere Bauteile müssen anhand von Kaliber, Modell, Qualitätsstufe und gegebenenfalls Fertigungsvariante bestimmt werden.
  • Vor dem Einbau eines Ersatzteils sollten dessen Auswirkungen auf die erhaltene Originalsubstanz und die historische Stimmigkeit beurteilt werden.

Verwenden Sie die Tabelle als Bestimmungshilfe, nicht als Spezifikation für Ersatzteilbestellungen. Zwei Werke der Größe 16 können unterschiedlich konstruiert sein und inkompatible Bauteile haben. Selbst ein Gehäuse, das ein Werk scheinbar aufnimmt, kann Probleme mit der Ausrichtung der Aufzugswelle, dem Zugang zur Zeigerstellung oder den nötigen Freiräumen verursachen. Lassen Sie die Kompatibilität von einem Uhrmacher prüfen, ohne eine Passung zu erzwingen oder erhaltene Teile allein deshalb zu verändern, damit die nominelle Größe passend erscheint. Reparaturentscheidungen sollten auf Dokumentation und konservatorischer Beurteilung beruhen. [5, 6, 29]

Was sollte nach der Bestimmung der Werkgröße dokumentiert werden?

Legen Sie einen kurzen Bestimmungsnachweis an: mit dem gemessenen Durchmesser in Millimetern, dem genauen Messbezug, dem angenommenen Größensystem, der nominellen Größe und den stützenden Belegen. Ergänzen Sie, soweit vorhanden, Werkbeschriftung und Werkseriennummer; Gehäuseinschriften gehören in ein gesondertes Feld. Geben Sie an, ob die Größe direkt gemessen, aus einem dokumentierten Modell abgeleitet oder lediglich anhand eines Fotos geschätzt wurde. So bleibt das Ergebnis nachvollziehbar, und spätere Bearbeiter können einzelne Angaben korrigieren, ohne die gesamte Dokumentation verwerfen zu müssen.

Häufige Fragen

Welchen Durchmesser hat ein Taschenuhrwerk der Größe 16 in Millimetern?

Ein amerikanisches Taschenuhrwerk der Größe 16 hat einen nominellen Durchmesser von 43,18 mm, meist auf 43,2 mm gerundet. Dieser Wert beschreibt das Werk, nicht den Außendurchmesser des Gehäuses. Bestätigen Sie die Zuordnung anhand der Modell- oder Qualitätsstufenangaben des Herstellers, insbesondere wenn die Messung auf einem Foto oder einer nicht eindeutig bestimmten Platinenkante beruht.

Was unterscheidet Taschenuhren der Größe 16 von denen der Größe 18?

Die amerikanische Größe 16 entspricht etwa 43,2 mm, Größe 18 etwa 44,9 mm. Der nominelle Unterschied im Werkdurchmesser beträgt rund 1,7 mm. Die äußeren Gehäusemaße hängen zusätzlich von der Gehäusekonstruktion ab. Zwei geschlossenen Uhren lässt sich deshalb nicht allein durch den Vergleich ihrer Gesamtbreite zuverlässig eine Werkgröße zuordnen.

Kann ich die Werkgröße einer Taschenuhr bestimmen, ohne das Gehäuse zu öffnen?

Manchmal, wenn verlässliche Unterlagen bereits Modell oder Qualitätsstufe des Werks und dessen angegebene Größe nennen. Der Gehäusedurchmesser allein reicht nicht aus. Vorhandene Werkfotos oder eine früher erfasste Werkseriennummer können die nötigen Belege liefern. Muss die Uhr dafür geöffnet werden, lassen Sie dies von einem qualifizierten Uhrmacher erledigen, statt ein unbekanntes Gehäuse mit Gewalt zu öffnen.

Gilt für Elgin und Waltham dieselbe Taschenuhr-Größentabelle?

Ja. Elgin und Waltham verwendeten das amerikanische Werkgrößensystem, daher gilt dieselbe Tabelle der nominellen Durchmesser. Das macht ihre Werke oder Bauteile jedoch nicht austauschbar. Gleichen Sie jede Uhr mit den Unterlagen ihres jeweiligen Herstellers ab und unterscheiden Sie Werkgröße, Modell, Qualitätsstufe, Seriennummer und etwaige Namen auf dem Werk.

Ist ein Werk mit 18 Linien dasselbe wie ein Werk der Größe 18?

Nein. Bei der in der Schweizer Uhrmacherei verwendeten Linie von ungefähr 2,256 mm entsprechen 18 Linien etwa 40,6 mm. Die amerikanische Größe 18 entspricht etwa 44,9 mm. Die Zahlen gehören zu verschiedenen Systemen. Nennt eine historische Beschreibung nur eine Zahl, klären Sie zunächst das Maßsystem, bevor Sie umrechnen oder eine Zuordnung vornehmen.

Bedeutet 12/0 dasselbe wie Größe 12 bei einer Taschenuhr?

Nein. Die Schreibweise mit Schrägstrich und Null bezeichnet Größen der Reihe unterhalb von null im amerikanischen System. Sie darf nicht als gewöhnliche positive Größenangabe gelesen werden. Ein Werk der Größe 12 hat einen Durchmesser von etwa 39,8 mm; 12/0 bezeichnet eine wesentlich kleinere Größe, für die eine entsprechende Tabelle oder Herstellerangabe benötigt wird.

Quellen

  1. Published factory grade and serial literature (Hamilton, Elgin, Illinois, Waltham)
  2. Fried, H. B., The Watch Repairer's Manual
  3. de Carle, D., Practical Watch Repairing
  4. Britten, F. J., The Watch and Clock Makers' Handbook
  5. de Carle, D., Watch and Clock Encyclopedia
  6. Servicing guidance summarised here is general; it is not a repair instruction.
  7. General conservation principles as applied in museum practice